Heute möchte ich euch erzählen, warum ich meine Menstruationstasse Tampons vorziehe. Ich persönlich kann der Cup nur Gutes abgewinnen und bin unendlich froh darüber, dass mich meine Freundin Laura vor 3 1/2 Jahren auf diese Alternative aufmerksam gemacht hat! Danke liebe Laura :*

Ich habe mich schon immer nie so richtig wohl mit Tampons gefühlt, mit Binden genauso wenig. Ich habe zu Blasenentzündungen geneigt, der Tampon hat gedrückt, ich habe mich ausgetrocknet gefühlt oder ich bin doch ausgelaufen. Außerdem produzieren Tampons (und Binden) unfassbar viel Müll und kosten auch einfach richtig viel Geld (ich habe immer Bio-Baumwoll Tampons gekauft, weil ich keine Schadstoffe von den Tampons in meinem Körper haben wollte)! Hygieneartikel für Frauen sind ein richtiges Luxusprodukt, was eigentlich nicht sein sollte, aber gut, anderes Thema…

Als Laura mir von der Menstruationstasse erzählt hat, habe ich mir sofort eine im Internet bestellt (für 20 oder 30€, bin mir nicht mehr sicher). Damals gab es die noch nicht in den Drogerien zu kaufen.
Voller Vorfreude habe ich das Paket ausgepackt und sie mir eingesetzt. Nach ein bisschen Herumprobieren war ich begeistert vom Tragekomfort!

Einführen

Es gibt verschiedene Falttechniken, um die Cup einzusetzen. Ich verlinke das YouTube Video dazu, in dem ich meine Falttechnik erkläre. Wichtig ist, dass die Cup relativ weit oben sitzt, damit es gemütlich ist. Zu Beginn hatte ich meine immer etwas zu tief und dann läuft das Blut vorbei und es ist nicht so komfortabel. Aber mit der Zeit habe ich ein Gefühl dafür bekommen und jetzt geht das einführen super schnell und dann sitzt sie sofort gut.
Da die Cup nicht aufsaugt, sondern das Blut auffängt, werden beim ersten Einsetzen noch Blutreste an der Scheidenwand sein, die dann herunterfließen. Das bedeutet nicht, dass die Cup undicht ist oder schlecht sitzt.

Herausholen

Das Herausholen war mich das erste Mal eine kleine Herausforderung und Schreck zugleich. Ich habe ja schon gesagt, dass die Cup relativ tief sitzen muss, sie saß dann auch wirklich sehr gut, aber eben auch tief und ich habe sie erst nicht herausbekommen. Wichtig hier ist, die Cup erst mit den Beckenbodenmuskeln herauszudrücken, dann kann man sie ganz leicht erreichen und herausziehen. Dazu muss noch das Vakuum der Cup gelöst werden, indem sie kurz zusammengedrückt wird. Hört sich jetzt erstmal kompliziert an, ist es aber nicht.
Ähnlich wie anfänglich mit den Tampons ist es einfach was Neues, was mit der Übung immer besser wird.

Reinigung

Die meisten die ich kenne kochen ihre Cup ab, das habe ich zu Beginn auch gemacht. Meine Frauenärztin hat mir aber gesagt, dass es reichen würde die Cup mit heißem Wasser (über 40 Grad) abzuwaschen, da so auch schon alle Bakterien sterben würden. Außerdem würde die Cup dann nicht so schnell spröde werden und länger halten. Ich wasche die Cup einmal heiß ab, bevor ich sie mir das erste Mal anziehe und einmal wenn meine Periode zu Ende ist. Während der Periode leere ich das Blut in der Toilette aus, spüle die Cup aus und führe sie mir direkt wieder ein.

Unterwegs / auf Reisen

Die Cups gibt es in verschiedenen Größen, meine ist die Kleinste und wenn es nicht gerade der erste Tag ist, dann fasst sie das Blut eines ganzen Tages, wenn es darauf ankommt. Normalerweise leere ich meine Cup nicht auf öffentlichen Toiletten. Ich leere sie bevor ich das Haus verlasse und dann hält das auch. Wenn es dann doch mal sein muss: Desinfektionsmittel für die Hände einpacken und es gibt extra Reinigungstücher für Unterwegs. Ich finde es sehr praktisch mit der Cup unterwegs zu sein. Wie oft ist es mir schon passiert, dass ich nicht ausreichend Tampons dabei hatte! Auf Reisen ebenfalls. Ich habe keine riesige Tamponbox dabei, sondern einfach nur meine Cup.

Blasenentzündungen / Intimflora

Der Nachteil bei Tampons ist, dass sie eben nicht nur das Blut aufsaugen, sondern auch alles andere, was sich in unserer Scheide befindet und dort einen wichtigen Job hat. Ich habe mich immer richtig trocken während meiner Periode gefühlt und einen neuen Tampon einzuführen hat mir oft richtig weh getan. Wenn alles aufgesaugt wird, was für ein Gleichgewicht unserer Flora sorgt, dann sind wir anfälliger für Blasenentzündungen etc. Da die Cup nicht aufsaugt, sondern auffängt, bleibt unsere Intimflora im Gleichgewicht.

Geld / Müll

Nochmal zum Kostenfaktor. Eine Cup kostet in der Anschaffung bis zu 30€. Eine Cup soll (je nach Pflege) bis zu 10 Jahren halten. Selbst die günstigsten Tampons kommen bei dieser Rechnung schlecht weg! Hygieneartikel für Frauen sind ein richtiges Luxusprodukt (was ein Unding ist!), die Cup ist das nicht.
Laut utopia.de verbraucht jede Frau in ihrem Leben ca. 17.000 Binden/Tampons. Das ist so unfassbar viel Müll, der tagtäglich in unsere Eimer wandert… Die Cup ist so eine einfache Lösung, um Müll (der durch die Cup mehr als überflüssig wird) zu vermeiden.

 

Zu guter Letzt: Wichtig bei der Nutzung der Cup ist denke ich, dass man sich nicht vor sich selber ekelt. In der Cup ist das Blut nicht so schön verpackt, wie im Tampon und manchmal sind die Finger dann auch mit Blut beschmiert. Ich habe damit kein Problem. Meine Periode, mein Körper, mein Blut, ich kann es ja anschließend abwaschen. Ich werde aber oft gefragt, ob das nicht eklig sei. Ich finde es nicht eklig, aber das muss jede für sich selbst wissen 🙂

Ich hoffe ihr probiert die Cup mal aus, wenn ihr es nicht schon getan habt 🙂

 

Hier noch der Link zum Video:

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